Mundart-Abend mit Texten des Heimatdichters Martin Pietzsch im Schützenhaus.

Freyburg 03.03.2017 J.L.

Schützenhaus

Heute war ich das erste Mal zum Mundart-Abend im Freyburger Schützenhaus, seit vier Jahren gibt es den nun schon und bisher hatte ich es nie geschafft mal dabei zu sein.
Aber wie heißt es "was lange währt wird gut" und heute war es nun so weit.
Diese Abende werden vom Freyburger Verein "Weinfreunde Saale-Unstrut e.V." in Zusammenarbeit mit den Söhnen von Martin Pietzsch organisiert und gestaltet.
Martin Pietzsch 1916 in Freyburg geboren (stammt aus der Gärtnerei Pietzsch) war nach dem Krieg seit 1945 im Freyburger Rathaus tätig.
"Dienstsitz Rathaus Zimmer 9" hier befand sich früher das Standesamt, dessen Chef er war.
Die Freyburger Chronik hat er weitergeschrieben und auch viele Jahre im damaligen Winzerfestausschuß mitgewirkt.
In dieser Zeit hatte er zahlreiche Gedichte und Geschichten in Freyburger Mundart zu Papier gebracht.
11 seiner Gedichte und Geschichten kamen heute Abend zu Gehör, gekonnt vorgetragen sorgten sie fast zwei Stunden für Unterhaltung vom feinsten.
Zwischen den Vorträgen sorgten "Strump & Latsch" mit Evergreens und Stimmungsmusik für ein gut gelauntes Publikum.
Martin Pietzsch hat den Leuten "aufs Maul geschaut" wie man so sagt und das in seinen Geschichten und Gedichten in der typischen alten Freyburger Mundart festgehalten.
Dabei ist nicht nur Lustiges sondern auch Nachdenkliches aus der Freyburger "Geschichte" heraus gekommen.

Eintrittskarte

Vor über 160 Gästen brachten Thomas und Andreas Pietzsch, Manfred Göx, Harald Raschke, Annelies Leiblich, Regina Hoffmann, Günther Staupendahl und Wilhelm Ebbinghaus, gekonnt seine Werke dem geneigten Publikum zu Gehör.
Dabei konnte man Einblicke in das Leben der Rathausuhr nehmen, oder immer sich sagen "Mach dir nischt draus", " Winterfreiden" und
"Vaterdaachsbetrachtungen aus dr Sicht enner Frau" genießen.
In "Juchenderinnerungen" konnte man ebenso schwelgen, oder "Dr Anjeschmierte" sein und auch dem Bericht "Vorm Jewitter" lauschen.
In "Dr Hitte" wurde vom Bau berichtet mit dem Schlußspruch "Mit Gott erbaut, das Material gekl..." ;-), auch "De neimod`sche Tanzerei" kam zu Worte.
Hier hatte Martin Pietzsch schon Visionen das die Leute bald auf dem "Koppe stehen und mit de Beene in der Luft quirlen" - der heutige Breakdance, den es damals nicht mal Ansatzweise gab.
Als Höhepunkt des Abends kam das wohl bekannteste Werk des Freyburger Heimatdichters Martin Pietzsch, vorgetragen von seinem Sohn Thomas zum Schluß zu Gehör " Dr Fädderweiße".

Ein paar Bilder.

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